Das Schokoladenmädchen
Premiere:
22.April 2006, 15.Tanzwoche
Dresden, 21.30 Uhr im projekttheater dresden
weitere Vorstellungen:
23.April 2006, 21.30 Uhr im projekttheater dresden
24.April, 20.00 Uhr, carrot dance loft, Friedrichstrasse 52
29.April, Welttanztag, Postkantine
Karten unter: 0351- 810 76 00
"Ich bin für eine Kunst, die etwas anderes tut als in einem Museum auf ihrem
Arsch zu sitzen."
Wir können Kunst anschauen und sie auf dem Arsch sitzen lassen oder aber zum
Leben bringen. Jeder auf seine Art.
Die Geschichte eines Museumswärters.
Er arbeitet schon sein ganzes Leben lang im Museum. Jeden Tag steht er im
selben Raum, sieht die selben Bilder.
Was denkt er?
Der Museumsbesucher gibt ihm kaum Beachtung. Er steht aber immer da, stumm
und undurchblickbar.
In der Phantasie des Museumswärters leben die Bilder. Er hat zu jedem Bild
eine Beziehung. Doch sobald Museumsbesucher kommen, sind es auch für ihn "nur"
Bilder. Niemand darf sein Geheimnis sehen.
Es ist ein Spiel zwischen Realität und Phantasie.
Seine heimliche Liebe gehört dem Schokoladenmädchen (von Jean-Étienne Liotard).
Bis heute ist unklar, wer das Schokoladenmädchen wirklich war. Doch unserem
Museumswärter ist klar, dass sie ihm gehört. Er schenkt ihr Liebe, so wie
sie ihn liebt. Er liebt sie und den Schokoladenduft, den er beim betrachten
des Bildes riechen kann.
Der Museumswärter steht wieder in der Museumsecke stumm und undurchblickbar.
Oder vielleicht überhaupt nicht stumm und undurchblickbar?
Realität ist das was bleibt, wenn wir nicht mehr daran glauben und Phantasie
ist wichtiger als Wissen.
Der Zuschauer verliert das "Originalbild" und dadurch das Bewusstsein der
Realität.
Idee, Konzeption, Choreographie:
Nicole Meier
Es tanzen:
Valeria Dosenko als Schokoladenmädchen und
Roman Chovanec als verliebter Museumswärter
Diese Produktion kann realisiert werden mit
freundlicher Unterstützung vom Kulturamt Dresden
und in Koproduktion mit der Tanzbühne
Dresden, Verein zur Förderung der Tanzbühne Dresden e.V.